Phuket, die Perle der Andamanensee

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Das Thai Wort für Strand ist: Hat. Man kann auf Phuket durchaus noch sehr idyllische und malerische Straende finden, auch ein einsames Plaetzchen unter einer schattigen Palme ist nicht utopisch, wenn man mobil ist. Verbringt man allerdings seinen gesamten Urlaub ausschliesslich am Strand von Patong, dem Hauptstrand der Insel, dann hat man eine Menge verpasst. Auf jeden Fall sollte man auf eigene Faust die zum Teil abgelegenen Straende auf Phuket erkunden. Besonders am fruehen Morgen und am Abend kurz vor Sonnenuntergang sind sogar Straende in der Naehe der grossen Touristenorte noch sehr idyllisch.
Karon - Kata - Kata Noi
Von Patong kommend sieht man auf dem Weg nach Karon zuerst auf der rechten Seite eine kleine Bucht, die Relax Bay. Die wird beherrscht vom Hotel Le Meredien Phuket. Aber der Strand ist, wie alle Straende in Thailand, oeffentlich.
Am Karon und Kata Beach, hier ein Bild von einem Aussichtspunkt weiter suedlich, geht es deutlich gepflegter zu als in Patong. Leider ist auch der Karon Beach optisch mit ein paar Hochhaeusern verschandelt, aber sehr weitlaeufig und durch ein paar Duenenkaemme von der Strasse und dem Autolaerm getrennt.
Kata Beach ist sehr schoen, wird jedoch vom Club Mediterranee und vom Hotel Boathouse Inn beherrscht. Kata heisst Reisfeldbucht, wenn hier jedoch noch weiter gebaut wird, gibt es bald keine Reisfelder mehr. Am kleineren, idyllischen Kata Noi Beach weiter suedlich liegt das Hotel Amari Katha Thani.
Noerdlich von Patong
Die Straende im Norden von Patong, zu denen mittlerweile eine gut asphaltierte Strasse fuehrt, sind stiller und urspruenglicher als der Hauptstrand. Am acht Kilometer langen Strand von Bang Tao wurde altes Zinnminenland in eine weite Parklandschaft verwandelt, mit Golfplatz, kuenstlichen Lagunen und mehreren Luxus-Hotelanlagen. Urlaub in dieser Designerwelt ist teuer und weit weg vom Schuss. Will man vom Hotel nach Patong fahren, ist man auf die teuren Hoteltransfers angewiesen, oder man laeuft lange bis zur Hauptstrasse mit Tuk-Tuk Verkehr. Dafuer lebt damn aber in hervorragend gestyltem Ambiente und hat Luxus pur. Zum Strand kann ich nicht viel sagen, als wir im September 1998 zuletzt dort waren, schaufelten Planierraupen gerade Sand hin und her und wir waren schnell wieder weg.

Vom Norden aus Bang Tao kommend erreicht man dann Kamala Beach. Der Ort Kamala hat seinen ruhigen Status aber vor kurzem eingebuesst. Dort hat das Phukt Fantasia eroeffnet, so eine Art Disney Land auf Thai. Dorthin werden nun die Touristen von der Luxusenklave Bang Tao und vom lebhaften Patong hingekarrt, denn es liegt fast in der Mitte der beiden Touristenzenren. Damit ist es mit der Ruhe in Kamala wohl auch vorbei, obwohl der Strand immer noch schoen ist.
Die wunderschoene kleine Privatbucht Pansea Bay findet man kaum. Sie ist den Gaesten des Pansea Resort und des Amanpuri vorbehalten. Das
Amanpuri ist der pure Luxus. Surin Beach folgt und ist ein Bilderbuchstrand, leider gibt es dort gefaehrliche Unterstroemungen. Kucken ist erlaubt, Schwimmen gefaehrlich.
Der Norden
Hat Mai Khao heisst uebersetzt : Weisser Wald und ist Teil eines Naturschutzgebietes an Phukets Nordspitze, voellig unerschlossen und ueber zehn Kilometer lang. Die angrenzenden Mangrovenwaelder gehoeren zum Sirinat National Park. Am Nordende des Strandes gibt es paar einfache Restaurants, die frische Fischgerichte servieren. Unterkuenfte sucht man hier vergebens. Zwischen November und Februar kommen hier die großen Meeresschildkroeten zur Eiablage. Hat Mai Khao sieht man beim Anflug auf Phuket, wenn man auf der linken Seite am Fenster sitzt.
Von der rechten Seite hat man dann einen schoenen Blick auf den Hat Nai Yang. Dieser Strand ist nicht von Palmen, sondern von schattenspendenden Kasuarinen umgeben und liegt ebenfalls in einem kleinen Nationalpark, jedenfalls die Nordhaelfte. So ist auch hier gierigen Bauspekulanten ein Riegel vorgeschoben. Am suedlichen Abschnitt befindet sich das Hotel Pearl Village.
Der Sueden
Im Sueden befindet sich der Nai Harn Beach, der vom Phuket Yacht Club beherrscht wird. Er liegt zwischen zwei Bergzuegen und im Hinterland ist eine Lagune, die dem Strand seinen Namen gab. Viele halten ihn fuer den schoensten Strand von Phuket und die Sonnenuntergaenge hier sind spektakulaer.
Dann gibt es noch den Rawai Beach am Suedzipfel der Insel. Die Felsenklippen sind ein Paradies für Muschelsucher. Bei Ebbe sollte man sich auf die Klippen wagen, die beim trocknen in der Sonne knacken und knistern. Einheimische Fischer schippern einen fuer ein paar Baht zu den vorgelagerten Koralleninseln Koh Bon und Koh Hae. Die Ueberfahrt dauert eine halbe Stunde und man kann dort schoen schnorcheln. Rawai ist ein beliebtes Ausflugziel für die Einheimischen und so findet man neben vielen Picknikplaetzen auch sehr viele gute, kleine Thai-Restaurants. Beim Essen kann man den auffälligen Ao-Chalong-Booten zuschauen, die mit ihren Flossen an alte Cadillacs erinnern.

 
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